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O Podengo: O cao de casa -Ein Hund, der jagt

Oktober 17, 2014 Aktuelles, Kultur, Society, Welt No Comments

lsfsadfSie sind bekannt für ihre Schnelligkeit, ihre guten Sinne und ihr freundliches Wesen. Vor allem aber für ihren Einsatz bei der Jagd. Der portugiesische Podengo stammt, wie der Name schon sagt, aus Portugal und zählt zur Gattung der windhundähnlichen Jagdhunde. Er kann von 20 cm bis zu 70 cm groß sein und 4 kg bis 30 kg wiegen. Unterschieden wird daher zwischen dem kleinen, dem mittleren und dem großen Podengo.
Wie bereits erwähnt werden Podengos und deren spanische Verwandte, die PodenCos, meist bei der Jagd verwendet. So wie es in England Jäger mit einem riesigen Rudel Beagles gibt, gibt es auf der iberischen Halbinsel Jäger mit großen Podengorudeln. Ein Leben als natürlicher Jagdhund in einem Rudel von Artgenossen und mit viel Auslauf also. Könnte man meinen, allerdings widerfährt vielen Podengos ein böses Schicksal.
Nicht selten werden diese anmutigen Hunde unterernährt und auf viel zu kleinem Raum gehalten, an einer Kette festgemacht und bis zu Jagd nicht beachtet. Ist diese dann vorbei, werden sie ausgesetzt oder gleich umgebracht.
Selbstverständlich trifft das nicht auf alle Podengohalter zu, allerdings ist die Anzahl der misshandelten Podengos so erschreckend hoch, dass sich bereits Organisationen zur Rettung und Erhaltung dieser Art, wie beispielsweise die „Podengos in Not eV“ am Forggensee (siehe: http://www.podenco-in-not.de/) gegründet haben.

askdfhjoasdfIch möchte euch jetzt die Geschichte unserer Podengohündin Lucy erzählen. Sie begann im August dieses Jahres, als wir in Portugal auf Städtetour waren und uns dazu entschieden, an einem hübschen See anzuhalten und ein wenig zu baden. Allerdings kamen wir dazu nicht sehr lange, da uns ein ziemlich abgemagerter, verletzter und bettelnder Hund am Ufer auffiel. Wir beobachteten das Tier eine Weile, wie es von Handtuch zu Handtuch humpelte auf der Suche nach etwas Essbarem und dabei meist ignoriert oder gar weggejagt wurde. Wir haben es nicht übers Herz gebracht ihn dort zu lassen, also haben wir ihn eingesammelt und uns bis zu einer kleinen Tierarztpraxis durchgefragt. dT1hSFIwY0Rvdkx6TmpMV3hwZG1VdVpHDort angekommen meinte die Tierärztin, dank der Sprachkenntnisse meiner Mutter, der Hund sei höchstens einen Monat auf der Straße gewesen und die Verletzungen nicht so schlimm, dass es überhaupt keine Hoffnung mehr gäbe. Als dann eine Dame aus dem lokalen Tierheim kam, um den Hund dort zu versorgen, meinte sie allerdings, dass die Tiere dort wegen Überfüllung nach 2 Wochen eingeschläfert werden.
Nachdem wir zu unserer nächsten Unterkunft gefahren waren und uns ausgiebig darüber Gedanken gemacht haben, stand unser Entschluss, Lucy mit uns zu nehmen, fest. Die Tierärztin wusch, impfte und chipte sie uns und wir konnten sie gleich mitnehmen.
Es stellte sich allerdings heraus, dass der Hund um einiges schwerer verletzt war, als es auf den ersten Blick den Anschein gemacht hatte. Von Milben, über Parasiten in der Leber bis hin zur Ohrenentzündung war der Hündin praktisch nichts erspart geblieben. Zum Schluss stellte sich dazu noch heraus, dass sie schwanger war, aber trotz der ganzen Medikamente brachte sie am ersten Schultag vier gesunde Welpen auf die Welt.
Jetzt, nach zwei Wochen sind die Folgen dieser schweren Zeit zwar immer noch zu sehen, aber es geht Lucy von Tag zu Tag besser.

 

 

Von Senta Baierl

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