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Wie heiratet man eigentlich in … ?

Mai 12, 2013 Welt No Comments

In unserer neuen Themenreihe Liebe & Sexualität geht es heute um Hochzeitsbräuche in verschiedenen Ländern:

Verliebt, Verlobt, Verheiratet?

Man sagt, es sei der schönste Tag im Leben, doch jeder stellt sich seine Hochzeit anders vor. Die einen wollen es märchenhaft, andere eher schlicht. In jedem Land wird sie anders gefeiert. Es gibt verschiedene Traditionen und Bräuche:

Die philippinischen Hochzeitsbräuche bestehen beispielsweise darin, dass während der Trauung Kinder die Trauringe und Münzen auf Kissen tragen. Die Braut trägt einen vererbten Rosenkranz als Teil ihres Brautstraußes. Zusätzlich werden ein Schleier und ein Band über das Brautpaar zum Zeichen ihrer Verbundenheit gelegt.

Wer den heiligen Bund in China schließt, hat mehrere Traditionen zur Auswahl: Anfangs wird die Braut mit einer Sänfte von ihrem Elternhaus zum Haus des Bräutigams gebracht, in dem auch die Trauung stattfindet. Zur Unterhaltung der Gäste organisiert das Brautpaar oft traditionelle Löwentänzer. Das Paar legt ein Gelübde ab, indem es aus zusammengebundenen Weingläsern trinkt. Den Eltern wird mit einer Teezeremonie besondere Ehre erwiesen.

Traditionelle Bräuche in Nigeria verlangen hingegen, dass der Brautvater während der Zeremonie Gebete spricht und Kolanüsse anbietet. Die Braut bietet dem Bräutigam ein Glas Palmwein an, wenn er davon trinkt, sind sie verheiratet. Während der Feier versteckt er sich zwischen den Gästen und sie muss ihn ausfindig machen.

Paare, die sich in Ungarn trauen lassen, tauschen Münzen und Taschentücher aus. Zum Zeichen für viele und gesunde Kinder, zerbricht die Braut ein Ei. Außerdem werfen Gäste und Brauteltern Münzen auf den Boden, die Braut und Bräutigam als “erste gemeinsame Tat” aufkehren.

 

Auf persischen Hochzeiten ist es Tradition, dass weibliche Freunde und Verwandte Zucker über dem Stoff, unter dem das Brautpaar sitzt mahlen. Zur Hochzeitsausstattung gehören unter anderem Kerzenleuchter und ein Spiegel, in dem sich Braut und Bräutigam spiegeln. Für ein süßes Leben tauchen sie jeweils den kleinen Finger in einen Honigtopf und füttern sich gegenseitig damit.

In Italien ist es üblich, dass die Gäste das Brautpaar mit Zuckermandeln bewerfen. Der Bräutigam trägt einen Eisenklumpen in der Tasche, der böse Geister fernhalten soll. Die Braut trägt einen Schleier mit Riss, was Glück bringt. Zum Zeichen von gemeinsamer Arbeit zersägen beide einen Holzklotz.

Amelie W.

 

Bildrechte für Titelbild: erworben bei stocklib.de

Bildrechte Zeichnungen: Amelie W.

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