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IPRED: Das neue ACTA !

Dezember 5, 2012 IT No Comments

Am 10. Februar 2012 hat Deutschland offiziell die Unterzeichnung des Vertragswerkes von ACTA verweigert. Nun ist ein neues Überwachungs-Monster in Planung – die „Intellectual Property Rights Enforcement Directive“ (IPRED), auf Deutsch die “Rechte am geistigem Eigentum.”
Im Vertragswerk IPRED sind einige gute Ansätze vorhanden, diese wurden allerdings sehr mangelhaft ausgebaut. Ein guter Ansatz ist, dass nach IPRED ein schärferes Vorgehen gegen Webseiten mit urheberrechtlich geschützten Inhalten möglich sei. Des weiterem sollen kleinere Unternehmen, die Opfer von (Raub-)Kopien wurden, zivilrechtliche Abhilfemaßnahmen im Schnellverfahren erhalten.
„Das hört sich doch gut an“, werden sich einige denken. Allerdings würde IPRED auch sogenannte 2-Streams verbieten, wodurch bekannte Seiten wie „Chip Online“ illegal wären, da diese kostenlose Anwendungen zusammenstellen und diese anschließend zum Herunterladen bereitstellen. Dies wäre anschließend verboten, da Programme zu geistigem Eigentum gehören und nicht mehr mit oder ohne Urheberrechtsangaben „gestohlen“ werden dürfen. Durch die Abschaffung dieser Webseiten würden auch Arbeitsplätze verloren gehen.
Des Weiteren würde alles, was im Internet erledigt wird, aufgezeichnet werden. Es wäre jederzeit einsehbar und die Privatsphäre von jedem Einwohner in Deutschland wäre in Gefahr.
Und: Bei dem Projekt IPRED würden allein durch die Zensur des Internets Kosten von über 10 Milliarden Euro entstehen.

Manuel Spielberger

 

Bild: Manuel Spielberger

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