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[Filmkritik] Zorn der Titanen in 3D

April 7, 2012 Kultur No Comments

Ich muss zugeben, ich bin kein großer Fan von 3D Kinofilmen, weil ich zu den 12% aller Menschen gehöre, die an einer 3D Unverträglichkeit leiden, das heißt Kopfschmerzen bei Betrachten eines Streifens mit der 3. Dimension.

Trotzdem habe ich versucht dem immer noch tristen Wetter hier in Augsburg Stadt und Land zu entfliehen mithilfe des spannungsgeladenem Aktion-Abenteuerfilms Zorn der Titanen, der ein Nachfolger von Kampf der Titanen aus dem Jahre 2010 ist.
Ich muss zugeben, ich habe den ersten Teil vor gut 2 Jahren nicht gesehen, aber das erweißt sich kaum als Nachteil, denn dieser Film ist inhaltlich abgeschlossen, das heißt kaum Vorkenntnisse aus dem ersten Film sind notwendig.

Hier kurz der Handlungsverlauf, wer aber zu faul ist zum Lesen kann zu dem unten eingebundenen Trailer springen.

Perseus, Sohn des Zeus sowie ein Halbgott, hat sich für ein ganz gewöhnliche Leben als Fischer mit seinem Sohn auf der Erde entschieden, denn seine Frau, namentlich nicht näher genannt, ist schon gestorben.
Alles läuft soweit friedlich vonstatten, bis die Menschen langsam aber sicher aufhören an die Götter zu beten und somit an sie zu glauben, was eigentlich ja nicht so schlimm ist, würde nicht mit dem Aufhören der Gebete an die Götter die Macht von Diesen verschwinden und somit die Titanen, ein mächtiges sowie bößes Adelsgeschlecht, und auch Kronos, der Vater von Zeus, zum Vorschein kommen, die die Welt vernichten wollen.
Zeus reist mit der Absicht dieses Unglück zu verhindern mit Poseidon sowie Ares zu Hades, Gott der Unterwelt, um mit ihm zu verhandeln, denn dort werden die Titanen eingesperrt.
Schon nach kurzer Zeit kristallisiert sich aber heraus, dass Ares Zeus verraten hat und nimmt ihn gemeinsam mit Hades dort unten in der Unterwelt gefangen.Poseidon ruft schwer verletzt nach Perseus und gibt ihm den Auftrag Agenor, der auch ein Halbgott ist sowie Poseidons Sohn, zu finden, weil der ihm zu einer Insel bringen kann, wo das 3te Teil einer mächtigenWaffe versteckt ist, die zusammen mit den anderen beiden Teilen, die Poseidon schon besitzt, die einzigste Möglichkeit sind, Zeus zu befreien.
Perseus macht sich zugleich auf den Weg mit der Königin Andromeda und bewahrt die Erde in verschiedenen Kämpfen vor dem Untergang.

Klingt alles ein bisschen verwirrend-ist es auch!
Grundsätzlichkeit begrüße ich es, wenn ein Kino-Film von altertümlichen Gottheiten handelt, weil bisher kannte ich die nur aus dem mehr oder weniger spannenden Lateinunterricht, doch finde ich ist dieser Kinofilm viel zu vollgestopft mit den verschiedenen Eigenschaften der Götter, die der Laie schnell verwechselt und so dann nicht mehr mit dem Film gedanklich mitkommt.
Das ist mein erster Film, wo ich sagen muss, Hintergrundwissen der einzelnen Götter wäre von Vorteil, damit der ein oder andere Kino-Besucher vielleicht besser versteht, warum es denn überhaupt so großen Streit zwischen den Göttern gibt oder warum zum Beispiel gerade der Poseidon in einer Felsengrotte beheimatet ist.(Gott des Meeres)
Der nächste Punkt den ich ansprechen sowie kritisieren möchte, wären das Verhunzen toller Kamerafahrten, die vor allem in 3D die Besucher oftmals sehr ansprechen.
Ich meine damit zum Beispiel ganz schnelle Kamerafahrten durch enge Felsrisse, wo der Zuschauer dann oftmals wirklich denkt, oder sich wenigstens so fühlt, dass er in so einer Schlucht hinunterfällt.
Die Kamerafahrten haben oftmals ganz gut begonnen, doch statt am Boden des Felsrisses abzuschwenken und zu den Protagonisten des Filmes zu fahren, gab es einen doofen Schnitt, der das ganze Feeling des “ich-bin-doch-nicht-zerschnellt-am-Boden” zunichte gemacht haben.
Dafür hat mir sehr gut gefallen, dass witzige Stelle sowie alltägliche Redwendungen clever in den Film eingebaut wurden, die einige Lacher im Publikum verursacht haben.Zum Beispiel sagt Agenor in einem Streit zu Perseus “Fahr doch zur Hölle”, was dieser mit “Mache ich ja auch jetzt” beantwortet hat, was natürlich auch gestimmt hat, da er ja Zeus befreien musste.

Fazit:
Recht gute Idee, einen Kinofilm mit den Göttern der alten Römer sowie Griechen zu füllen, hapert leider ein bisschen an der Umsetzung.Zu schlechtes Drehbuch, beziehungsweise ziemlich realitätsfern sowie vollgestopft mit den unterschiedlichsten Gottheiten, die man sehr schnell durcheinanderbringt.
Leider muss ich gestehen, das war mein erster Kinofilm wo ich im Hauptteil gegähnt habe, ich konnte das 100enste unrealistische Monster einfach nicht mehr sehen, aber vielleicht liegt das auch an mir und der ein oder andere Kinobesucher empfindet das anders.
Trotzdem toller 3D Pixelspaß, der aber an machen Stellen noch verbessert werden könnte, so fand ich Avatar, schon ein paar Jahre alt, wesentlich besser vom 3D Faktor, da dort die tollen Kamerafahrten nicht durch unpassende Schnitte verhunzt wurden.
Gefallen hat mir auch, dass sich der Streifen oftmals sich selber nicht so ernst nahm, so wurden immer mal ein paar Lachnummern in todernsten Aktionsszenen eingebaut.

Insgesamt lässt sich sagen, 13 Euro für knappe 100 Minuten ist und wäre mir zu teuer, da würde ich jedem Kinobesucher lieber “Die Tribute von Panem” empfehlen.
Der Film bekommt 2 von 5 Sternen. 

[Disclaimer:Alle Bilder in diesem Post sind offizielle Wallpaper von Warner Bros. Entertainment und unterliegen deren Recht.]

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