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[Filmkritik] Die Tribute von Panem – The Hunger Games

April 5, 2012 Kultur 3 Comments

Die Handlung spielt in einem Land namens Panem, das durch Naturkatastrophen sowie Kriegen aus Nordamerika entstanden ist, und welches aus einem reichen Kapitol sowie 13 ärmeren Distrikten besteht.
Natürlich wagen die ärmere Leute aus den 13 Distrikten einen Aufstand gegenüber dem reichen Kapitol, der ihnen aber gänzlich misslingt und deswegen führt die Regierung als Mahnung des Aufstandes sogenannte Hungerspiele ein, um daran zu erinnern, dass sie der Macht des Kapitols, also der Regierung, schutzlos ausgeliefert sind.

Aus diesen 12 Distrikten, eines wurde bei dem Aufstand zerstört, werden jedes Jahr jeweils ein Junge und ein Mädchen ausgewählt, die dann in einem rießigen Wald gegeneinander kämpfen müssen, denn nur einer oder eine kann gewinnen.
Natürlich wird nichts dem Schicksal überlassen, denn die Regierung kann mithilfe nicht näher gezeigter Geräte den Spielverlauf der Kandidaten bestimmen, indem sie zum Beispiel große Bestien auf die Teilnehmer hetzt oder Medizin in Ballons schickt, denn sie wollen nur eine gute Show sehen.
Wie es der Zufall so will, verlieben sich die Teilnehmerin namens Katniss Everdeen sowie der männliche Kandidat Peeta, beide aus dem 12ten Distrikt, ineinander, sodass kurzerhand die Regeln geändert werden, dass nur ein Teilnehmer gewinnen kann, zu beide Kandidaten aus dem selben Distrikt können gewinnen, denn die Regierung will ein dramatisches Liebespaar, das zusammen ums Überleben kämpft.
Als die beiden dann tatsächlich alle anderen Kandidaten ausschalten können bzw. überleben, versucht die Regierung nur einen der beiden eigentlichen Gewinner als Sieger zu krönen, indem sie die Regeländerung(beide aus dem selben Distrikt können gewinnen) zurücknimmt und erhofft sich damit wohl, dass Katniss und Peeta miteinander kämpfen.
Diese beiden Kanditen umgehen aber diese Regeländerung damit, dass sie vorhaben sich beide gleichzeitig zu töten, was wiederum die Regierung veranlasst, beide Teilnehmer dieser Hunger Games zum Sieger dieser 74. alljährlichen Hungerspiele zu erklären.

Klingt alles ein bisschen utopisch sowie unrealistisch, ist es auch!
Ich finde zwar die Idee mit einer Modernen Fassung der Glatatorenkämpfe im alten Rom gut, doch finde ich die Umsetzung nicht sehr gelungen, jedenfalls nicht sehr realitätsnah.
Klar geifert jeder von uns nach Sensation, doch wirklich solche Spiele zu veranstalten wo echte Menschen auf Leben und Tod gegeneinander kämpfen und schließlich fast alle getötet werden, das so etwas irgendwie keinen stört, ich glaube nicht dass wir in unserer modernen Welt so etwas zulassen würden, sei es auch in der Zukunft.
Der nächste Kritikpunkt, den ich einzuwenden hätte, wären das häufige Zeigen unrealistische Sachen über den ganzen Film verteilt, wie zum Beispiel, dass die Regierung auf Knopfdruck rießige Bestien erschaffen und genau in dem Wald an einer bestimmten Position in Fleisch und Blut erzeugen kann, oder dass einfach mal die Sonne der Nacht Platz macht, damit die Spiele eine spannendere Atmosphäre bekommen, sowas kann ich mir am Besten Willen auch nicht in der weiten Zukunft vorstellen.

Ich finde die Idee echt gut, aber sie könnte wesentlich realitätsnaher gestaltet sein, sodass sich der Zuschauer viel mehr in die Protagonisten des Films rein versetzen kann.
Auch gefällt mir die Atmosphäre des Filmes, sie ist weder zu romantisch gestaltet, noch langweilt sich der ein oder andere in den doch, für einen Film überdurchschnittlich langen, 142 Minuten.
Aktion wechselt sich mit Romatik ab, Drama mit doch einigen lustigen Szenen wie der betrunkene Mentor der beiden Kandidaten.
Auch hat mir die Handlung des Filmes gefallen, sie war wirklich nicht vorhersehbar und somit nicht langweilig, denn zum Beispiel versucht Peeta zuerst die Katniss zu töten, dann als Peeta schwer verletzt ist und somit leicht ausschaltbar, hilft Katniss Peeta doch, obwohl sie überhaupt keinen Grund dazu hätte.

Fazit: 

Der Film überzeugt, doch in manchen Stellen hätte ich mir mehr Realitätsnahe Szenen gewünscht, auch damit man vielleicht aus dem Kino herausgeht und mal darüber nachdenkt, warum denn für die Menschen sowas Grausames, wie das Gehetze einzelner Teilnehmer gegeneinander, den Zuschauern so Spaß macht-schließlich ist das kein Wunschdenken, sowas gab es auch schon im alten Rom.


Diesen Film kann man anschauen, ist auf jeden Fall eine gute Alternative zu dem Daheim-Rum-Hocken wegen dem schlechten Wetter in Augsburg und Umgebung, schaden tut es auf keinen Fall. Von mir bekommt der Film 4 von 5 Sternen.
Übrigens: Lustigerweise ist genau in einen der spannendsten Szenen im Kino bei uns (Cinemaxx Augsburg, 4.4.2012,20.30 Vorstellung) der Ton für einige Minuten ausgefallen,  was man aber durch die anschließende Verteilung von Pop-Korn-Gutscheinen gut verkraften kann. [Filmbilder]

Currently there are "3 comments" on this Article:

  1. Tom Rheker sagt:

    Realitätsnähe in einer Phantasie-Welt? Auch schön. Lies mal die Bücher =)

    Hier noch ein Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tribute_von_Panem

    schöne Kritik dennoch… Danke

  2. […] für knappe 100 Minuten ist und wäre mir zu teuer, da würde ich jedem Kinobesucher lieber “Die Tribute von Panem” empfehlen. Der Film bekommt 2 von 5 […]

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