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Ist die deutsche Literatur noch zu retten?

April 10, 2012 Kultur No Comments

In der deutschen Literatur haben sich immer wieder unpolitische Phasen mit Phasen der Einmischung in das Zeitgeschehen abgewechselt. Dem aufrührerischen Sturm und Drang folgte die versöhnliche Klassik, das weltflüchtende Biedermeier wurde durch den hochpolitischen deutschen Vormärz konterkariert und den stürmischen 1968ern folgte der Rückzug in die Neue Subjektivität, in das Persönlich-Private der postmodernen Popliteratur.

Als nun vor wenigen Tagen Günter Grass‘ Gedicht „Was gesagt werden muss“ in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht wurde, drängte sich die Frage auf, ob dieser Versuch der Einmischung in das politische Geschehen denn als Startsignal für eine neue Epoche der schon lange nicht mehr besonders innovativen deutschen Literatur zu werten sei? Weiterlesen…

[Filmkritik] Zorn der Titanen in 3D

April 7, 2012 Kultur No Comments

Ich muss zugeben, ich bin kein großer Fan von 3D Kinofilmen, weil ich zu den 12% aller Menschen gehöre, die an einer 3D Unverträglichkeit leiden, das heißt Kopfschmerzen bei Betrachten eines Streifens mit der 3. Dimension.

Trotzdem habe ich versucht dem immer noch tristen Wetter hier in Augsburg Stadt und Land zu entfliehen mithilfe des spannungsgeladenem Aktion-Abenteuerfilms Zorn der Titanen, der ein Nachfolger von Kampf der Titanen aus dem Jahre 2010 ist.
Ich muss zugeben, ich habe den ersten Teil vor gut 2 Jahren nicht gesehen, aber das erweißt sich kaum als Nachteil, denn dieser Film ist inhaltlich abgeschlossen, das heißt kaum Vorkenntnisse aus dem ersten Film sind notwendig.

Hier kurz der Handlungsverlauf, wer aber zu faul ist zum Lesen kann zu dem unten eingebundenen Trailer springen. Weiterlesen…

[Filmkritik] Die Tribute von Panem – The Hunger Games

April 5, 2012 Kultur 3 Comments

Die Handlung spielt in einem Land namens Panem, das durch Naturkatastrophen sowie Kriegen aus Nordamerika entstanden ist, und welches aus einem reichen Kapitol sowie 13 ärmeren Distrikten besteht.
Natürlich wagen die ärmere Leute aus den 13 Distrikten einen Aufstand gegenüber dem reichen Kapitol, der ihnen aber gänzlich misslingt und deswegen führt die Regierung als Mahnung des Aufstandes sogenannte Hungerspiele ein, um daran zu erinnern, dass sie der Macht des Kapitols, also der Regierung, schutzlos ausgeliefert sind.

Aus diesen 12 Distrikten, eines wurde bei dem Aufstand zerstört, werden jedes Jahr jeweils ein Junge und ein Mädchen ausgewählt, die dann in einem rießigen Wald gegeneinander kämpfen müssen, denn nur einer oder eine kann gewinnen.
Natürlich wird nichts dem Schicksal überlassen, denn die Regierung kann mithilfe nicht näher gezeigter Geräte den Spielverlauf der Kandidaten bestimmen, indem sie zum Beispiel große Bestien auf die Teilnehmer hetzt oder Medizin in Ballons schickt, denn sie wollen nur eine gute Show sehen. Weiterlesen…

Interview mit Rapper eRRdeKa: Ein ironischer Blick auf die deutsche Rap-Szene

Interview mit dem Meringer Rapper eRRdeKa über seine Musik, seine Ziele und seine Meinung über die lokale und die deutsche Rapszene:

augsburg2day: Seit wann rappst Du, eRRdeKa?

eRRdeKa: Aktiv rappe ich seit ungefähr 5-6 Jahren. Genau weiß ich es leider nicht.

augsburg2day: Worum geht es in Deinen Songs?

eRRdeKa: Ich möchte den (…) Weiterlesen…

Fakten zu Weihnachten

Dezember 9, 2010 Kultur, Uncategorized, Welt No Comments

Zumindest in Grundzügen sollte jeder das Weihnachtsfest kennen: Es wird die Geburt  Jesus Christus´gefeiert und deswegen beschenkt man sich untereinander. Es gibt aber auch ein paar Fakten, die nicht jeder über die “schönste Zeit des Jahres” weiß (unter anderem vielleicht auch wegen ihrer Nebensächlichkeit). Ich habe ein paar davon zusammengetragen und möchte sie einmal auflisten.

  • “Oh Tannenbaum” war früher ein Liebeslied. damals hieß die Zeile “wie grün sind deine Blätter” noch “wie treu sind deine Blätter”, es war also ein relativ trauriges Liebeslied.
  • England verbat zwischen 1647 und 1660 das Weihnachtsfest, wie wir es kennen, da es der Regierung zu “unchristlich” vorkam. Ich kann zwar verstehen, dass der Geschenkerummel, der heute und anscheinend damals herrschte, nicht mehr wirklich mit Weihnachten zu tun hat, aber ein Verbot ist doch übertrieben.
  • Den Weihnachtsbaum gibt es seit 1419.
  • Es gibt astronomische Theorien, was der Stern von Bethlehem gewesen sein könnte,
  1. Eine Konjuktion (wenn zwei Planeten von der Erde aus genau hintereinander liegen) von Jupiter(für die Babylonier der Stern ihres höchsten Gottes) und Saturn(der Stern, der für sie die Juden verkörperte). Daraus sollen dann die “Weisen aus dem Morgenland”, besser bekannt als heilige drei Könige, geschlussfolgert haben, das in Israel etwas großartiges passieren wird. Über dem allseits bekannten Stall müsste die Konjuktion dann im Zenit (also senkrecht) gestanden sein.
  2. Zur fraglichen Zeit soll es auch eine Supernova (Sternenexplosion) gegeben haben, die wohl wiederum über dem Stall gestanden haben müsste
  3. Der Komet, die Lösung, die ich am ehesten vermutet hätte, ist tatsächlich die Unwahrscheinlichste. Er wäre nicht nur mindestens 4 Jahre zu früh sichtbar gewesen, er hätte für die Babylonier auch als Zeichen für Unheil gegolten und das über-dem Stall-stehen wäre mit einem Kometen gar nicht erst möglich gewesen.
  • zu Weihnachten ist ganz schön viel passiert, was später extrem wichtig war. Zum Beispiel bekam Alfred Wegner 1911 einen Atlas(wow…) geschenkt, was ihn auf die Theorie der Plattentektonik brachte. Außerdem wurde 1930 die erste Fernsehsendung mit dem heute noch laufenden Prinzip ausgestrahlt.
  • Der Weihnachtsmann trug früher nicht zwingend rot. Auch in seinem Kleiderschrank steckten ein blauer und ein ungefärbter, also fellfarbener Mantel(die älteste dreidimensionale Darstellung zeigt ihn in blau). Die rote Einheitsfärbung wurde durch Coca-Cola eingeleitet. Was Werbung nicht alles bewirken kann…
  • das beliebteste Weihnachtslied ist  “White Christmas”.

So, nun seid ihr auf eine Weihnachtsausgabe von “Wer wird Millionär” vorbereitet. Ich jedenfalls wünsche noch frohe Weihnachten!

Der Mythos um Nikolaus

4 TDass am 6. Dezember Nikolaustag ist, das weiß wohl jeder.

Dass aber der Nikolaus auch wirklich gelebt hat, das wissen wohl die wenigsten.

Der wirkliche Hl. Nikolaus war ein Bischof in Myra, im damaligen byzantinischen Reich (heutige Türkei).

Er lebte wahrscheinlich im 4.Jhd. n. Chr.

Bekannt ist nur, dass er am 6. Dezember starb.

Berühmt wurde der Geistliche unter anderem, weil er Wunder und gute Taten vollbrachte. So z.B. half er einer armen hungernden Familie dadurch, dass er ihr in der Nacht Gold, Nüsse sowie Mandarinen durch das Fenster warf. Daher kommt wahrscheinlich der Brauch, dass am Morgen des 6. Dezembers Kinder Süßigkeiten, Nüsse, Mandarinen und Geschenke in ihren Socken und Schuhen vorfinden.

Auch half der Heilige bei einer Hungersnot. Als in Myra eine Hungersnot ausbrach und er herausfand, dass ein Schiff im Hafen Korn für den Kaiser geladen hatte, bat er den Kapitän um einen Teil des Kornes. Als die Seeleute aus Angst vor der Wut des Kaisers über die geringere Menge Korn verneinten, sagte Nikolaus, dass ihnen nichts passieren würde. Daraufhin vertrauten die Seeleute ihm und luden einen Teil des Kornes ab.

Als das Schiff dann beim Kaiser ankam, fehlte kein einziges Korn. Das Schiff hatte immer noch dasselbe Gewicht.

Doch das in Myra gelassene Korn soll noch zwei Jahre gereicht haben.

Auch soll der Bischof zahlreiche Tote wieder lebendig gemacht haben, so z.B. den Sohn eines Gläubigen, den der Teufel erwürgt haben soll. Aus Mitleid zu dem gläubigen Vater und weil sich dieser bei Nikolaus beklagt hatte, soll er dem Jungen sein Leben zurück gegeben haben.

Auch half der Nikolaus Seefahrern aus einem Sturm, daher ist er auch der Schutzpatron der Seefahrer aber auch der Juristen, Apotheker, Schneider, Bäcker und der Reisenden.

Er ist aber auch der Patron der Diebe, Gefangenen und Gefängniswärter. Ebenfalls ist er der Patron der Serben, Russen und Kroaten. Selbst nachdem Nikolaus tot war, vollbrachte er noch Wunder. Zum Beispiel, nachdem er begraben wurde, entsprang am Kopfende seines Sarges eine Quelle mit Salböl und am Fußende eine Quelle mit Wasser.

So aber auch bat ein Mann nach Nikolaus’ Tod um einen Sohn. Am 6. Dezember des darauffolgenden Jahres gebar seine Frau tatsächlich einen Sohn, der jedoch am seinem siebten Geburtstag entführt wurde und an seinem achten Geburtstag durch einen Wirbelsturm vor der Nikolauskirche – in der seine Eltern für die Befreiung ihres Sohnes beteten – landete.

Vielleicht ist auch deshalb der Hl. Nikolaus auch der Schutzpatron für uns Kinder.

In diesem Sinne, einen schönen 6. Dezember!

 

Maurizio Karge