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„Horse Soring“ – Das grausame Schicksal der Tennessee Walker

Oktober 20, 2019 Aktuelles, Kultur, Lifestyle, Meinung, Society, Sport, Welt No Comments

Die Tennessee Walker sind eine Pferderasse, die im 19. Jhd. aus verschiedenen Warm- und Vollblutrassen gezüchtet wurde. Wie der Name schon sagt, kommt die Rasse aus dem mittleren und östlichen Nordamerika,  hauptsächlich aus Tennessee. Man erkennt sie an ihrem kräftigen und langen Körper, was ihnen ein elegantes und harmonisches Erscheinungsbild gibt. Außerdem sind sie eine der wenigen Pferderassen, die neben Schritt, Trab und Galopp noch eine vierte Gangart beherrschen. Diese ist eine Art beschleunigter Schritt, bei dem sie die Beine besonders hoch werfen. An sich sind Tennessee Walker schöne und freundliche Pferde, die sich leicht reiten lassen.

Bildquelle: © Clarence Alford / fotolia.com

Bildquelle: © Clarence Alford / fotolia.com

Das Grausame ist das sogenannte „Horse Soring“; eine Methode, die von vielen bei der Dressur mit den Walkern verwendet wird. Dabei wird eine Art Schuh, ein Holz oder Gummiblock am Huf befestigt. Nägel werden von unten in den Huf geschlagen, was eh schon zu schlimmen Schmerzen führt, zudem wird das Ganze noch mit Ketten am Bein befestigt, weil es zu schwer ist. Die kompletten Fesseln reißen dabei auf und das Pferd hat so starke Schmerzen, dass es nicht mehr stehen, geschweige denn laufen will. Doch an Hinlegen ist nicht zu denken. Damit sich der Walker ja nicht hinlegt, wird es mit einem speziellen Geschirr festgeschnallt, dass es stehen muss, was mit unerträglichen Schmerzen verbunden ist. Dann stellt sich die Frage: „Wofür das Ganze?“

Ist doch klar: Alles nur fürs Geld. Bei Dressurturnieren werden für jeden Teilnehmer Punkte vergeben, nach denen er dann platziert wird. Wenn die Walker jetzt solche unsagbaren Schmerzen haben, werfen sie ihre Beine umso höher, um die Beine zu entlasten. Denn je höher die Beine, desto mehr Punkte.

Da fragt man sich nur, was mit der Menschheit falsch ist, um solche kranken Dinge zu tun.

Man könnte ja jetzt sagen, dass die Kontrollen bei den Turnieren verstärkt werden sollen, doch das geht nicht so einfach. Denn damit die Tierärzte bei den Turnieren die Wunden nicht bemerken, werden die betroffenen Stellen meist betäubt und in der Farbe des Fesselhaars eingefärbt. Es war einmal die Rede von Thermographiegeräten, um die Stellen zu erkennen, doch das wäre kaum finanzierbar. Leider kann man schlecht dagegen vorgehen, denn ohne eindeutige Beweise kann man nicht gegen bestimmte Leute vorgehen.

 

Horse soring

Bildrechte: wikimedia.commons

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Verwerfliche ist, dass es sogar sogenannte „Big-Lick-Wettbewerbe“ gibt, bei denen es erlaubt ist, sein Pferd mit solchen Ketten zu quälen. Dabei sind sogar bis zu sechs Unzen erlaubt. Also rund 168 Gramm schwere Ketten. Die Pferde sind meist zutiefst psychisch verstört und sterben schon nach wenigen Jahren.

Die Tennessee Walker sind zwar am stärksten betroffen, doch auch Missouri Foxtrotter, Rocky Mountain Horses, Racking Horses, American Saddlebreds, Islandpferde sowie Paso Finos müssen diese Qualen erleiden, nur damit grausame Menschen Geld bekommen.

 

Laura

 

Artikel Idee durch:

https://www.youtube.com/watch?v=mJK5rbBHOSs

 

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