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Rettet die Bienen!

März 31, 2019 Aktuelles, Meinung, Society, Uncategorized, Welt No Comments

Das Bürgerbegehren „Artenvielfalt-Rettet die Bienen!“ ist mit 1.745.383 Unterschriften das erfolgreichste in der Geschichte Bayerns. 18,4% der Wahlberechtigten haben sich eingetragen. Der Weg für den Bürgerentscheid ist nun frei.

Mit dem Bürgerbegehren, das unter anderem von den Grünen initiiert wurde, sollen zum Beispiel das Verbot bestimmter Pestizide, das Anlegen von Blühwiesen und der Ausbau der ökologischen Landwirtschaft durchgesetzt werden.

 

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Das Thema Bienensterben bewegt viele Menschen. Das hat man durch die allein aus Augsburg 38.000 Unterschriften eindeutig sehen können. Auch in München war eine lange Schlange vor dem Rathaus.

Doch es gibt auch Gegner des Volksbegehrens; vor allem Landwirte sehen sich durch eventuelle strengere Insektenschutzgesetze noch mehr in ihrer Arbeit eingeschränkt, als sie es ihrer Meinung nach schon sind. Die Bauern haben die Befürchtung, dass die „Rettung der Bienen“ an ihnen allein hängen bleibt. Der Präsident des Bayerischen Bauernverbands erklärt, dass die Landwirte die letzten seien, die die Insekten ausrotten wollen. Aber er findet auch, dass die Stadtbevölkerung ihren Teil gegen das Bienensterben leisten muss, weil die Landwirtschaft die Bienenrettung nicht allein stemmen kann.

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Aktuell sitzen die bayerischen Politiker zusammen mit den Initiatoren am sogenannten “Runden Tisch”, um über den Entwurf für die Änderung des Naturschutzgesetzes zu beraten, denn bald soll dieser der Staatsregierung vorgestellt werden. Mit dem Gesetz verpflichtet sich der Bayerische Staat unter anderem dazu, dauerhaft die Artenvielfalt zu schützen. Zum Beispiel will dieser das Thema Naturschutz in den Lehrplan aufnehmen, damit den Kindern schon von Anfang an vermittelt wird, dass es wichtig ist mit unserer Umwelt achtsam umzugehen.  Nach der Tagung am runden Tisch soll in vier Arbeitsgruppen (Agrarlandschaft, Wald, Gewässer, Siedlungen) weiter über Möglichkeiten die Artenvielfalt zu schützen und über den Gesetzesentwurf beraten werden. Ende April sollen dann die Ergebnisse zusammengetragen werden.

 

Was kann man selbst machen?

 Hier ein paar Vorschläge:

  1. Honig aus der Region kaufen,

denn Honig aus dem Supermarkt hat meist einen langen Weg hinter sich, zum Beispiel von Südamerika hierher nach Deutschland. Durch lange Transportwege können auch Bienenkrankheiten mit hierher gebracht werden.

  1. Nistmöglichkeiten für Wildbienen bieten.

Man kann aus ganz einfachen Mitteln ein „Insektenhotel“ bauen, indem man beispielsweise getrocknete Bambusstäbe auf Konservendosenlänge zurecht schneidet und diese in eine Dose steckt, welche man dann im Garten oder auf dem Balkon aufhängt. Wer ein spektakuläreres „Hotel“ bauen will, kann sich auch im Internet für wenig Geld ein Bastelset kaufen.

Hier der Link zur Bastelanleitung:  https://www.smarticular.net/insektenhotel-selber-bauen-einfach-kinder-anleitung/

  1. Auf Pestizide verzichten.

Man sollte im Garten und auf dem Balkon auf Pflanzenschutz-, Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel verzichten, da sie oft sogar tödlich für Bienen sind.

  1. Bienenfreundliche Pflanzen säen

Obstbäume oder andere blühende Pflanzen bieten nicht nur Bienen, sondern auch anderen Insekten einen gesicherten „Arbeitsplatz“.

 

Liyan

 

 

Bildrechte

https://www.pexels.com/de-de/foto/bienen-bienenhaus-bienenstock-bienenwabe-928978/

https://www.pexels.com/de-de/foto/natur-blumen-pflanze-fruhling-104595/

 

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