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Medizin – wäre das etwas für mich?

Juli 17, 2017 Aktuelles, Diesel, Schulen, Welt No Comments

Auch dieses Jahr war es wieder soweit: vor wenigen Wochen hat das Abitur in Bayern stattgefunden. Doch was macht man mit einem bestandenen Abitur? Falls man studieren möchte, muss man zwischen vielen Studiengängen entscheiden. Auch im Bereich der Medizin gibt es viele verschiedene Studiengänge. Aus diesem Anlass wird im Folgenden über den Studiengang Medizin berichtet. Ihr erfahrt Genaueres über den Studiengang, die Voraussetzungen und über eure Chancen und könnt so überprüfen, ob der Beruf des Mediziners gut zu euch passt, oder ob es Differenzen zu euren Vorstellungen gibt.

Uni-Abschluss

Welche Voraussetzungen sollte man für ein Medizinstudium mitbringen?

Gute Deutschkenntnisse sind an jeder deutschen Universität nötig, da ein Großteil der Vorlesungen auf Deutsch abgehalten wird. Außerdem sollte man gute Englischkenntnisse vorweisen können, da die meisten der Lehrbücher, die für den jeweiligen Studiengang nötig sind auf Englisch verfasst sind. Lateinkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, jedoch sollte man Interesse in den Naturwissenschaften haben.

Eine weitere Eigenschaft, die für dieses Studium nötig ist, ist, dass man lernen muss Verantwortung zu übernehmen, da man als Arzt sehr viel Verantwortung zu tragen hat. Denn oft hängt das Leben anderer von dir ab und du musst schnell Entscheidungen treffen. Außerdem wird ein gutes Allgemein- und Fachwissen vorausgesetzt, um alles im Studium zu verstehen. Und man sollte gut mit Menschen umgehen können, da man im Berufsleben immer mit Patienten zu tun hat.

Wie komme ich an einen Studienplatz?

Zunächst einmal eine schlechte Nachricht: Wer einen Medizin-Studienplatz bekommen will, muss richtig gut sein und eine gute Eins vor dem Komma im Abitur nachweisen. Das liegt daran, dass – abgesehen von Pharmazie – nahezu fünf Bewerber auf einen Studienplatz kommen (Stand 2016/2017).

Es gibt aber auch Möglichkeiten, seinen Notenschnitt zu verbessern: so kann man zum Beispiel einen Freiwilligendienst ableisten oder den Medizinertest gut bestehen. Auch Wartesemester erleichtern den Einstieg. Allerdings darf man es hierbei nicht eilig haben – bis zu sechs Jahre sind teilweise erforderlich. Auch durch eine Ausbildung als Rettungsassistent kann man an manchen Universitäten seinen Abiturschnitt deutlich verbessern.

Die Studienplätze werden jeweils nach bestimmten Quoten vergeben, das bedeutet, dass jeweils 20 Prozent der Studienplätze an die Bewerber mit den jeweils besten Noten gehen, die anderen 20 Prozent an die Abiturienten mit der längsten Wartezeit und die übrigen 60 Prozent werden nach universitätseigenen Kriterien vergeben.

Außerdem ist es sehr wichtig, sich im Voraus gut über die zur Wahl stehenden Universitäten zu informieren, denn am Schluss muss jeder seine eigene Top-6-Listen angeben, wenn er sich für ein Universitätsstudium bewerben will.

Doktor

Welche Studiengänge umfasst der Bereich Medizin?

Insgesamt gibt es vier verschiedene Studiengänge, die unter den Begriff „Medizin” fallen: das sind Humanmedizin, Zahnmedizin. Tiermedizin und Pharmazie (Arzneimittelkunde). Der Schwerpunkt dieses Artikels liegt auf der Humanmedizin.

Wie stehen die Chancen auf einen Arbeitsplatz?

Die Chancen auf einen Arbeitsplatz als studierter Mediziner stehen im Moment sehr gut, da ein akuter Medizinermangel vorliegt. Da jährlich ungefähr 10.000 Mediziner in Rente gehen, müssen neue Mediziner nachkommen. Jährlich absolvieren bis zu 12.000 Studenten die Hochschule, trotz dieser Zahlen sind auf Dauer gesehen viel zu wenige Ärzte verfügbar. Auch im Ausland sind deutsche Mediziner weiterhin gefragt, auch deswegen finden junge Ärzte in der Regel sehr schnell einen Job. Ein weiterer positiver Faktor ist, dass in Deutschland nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Das Gehalt eines Mediziners ist überdurchschnittlich, schwankt jedoch je nach Beschäftigungsort. In Sachsen-Anhalt verdient man durchschnittlich 10.000 Euro im Monat, in Hamburg hingegen nur 6.000 Euro. Bei uns in Bayern verdient man ungefähr 7.500 Euro im Monat.

Abschließend muss man feststellen, dass das Studium und der Beruf des Mediziners sehr anspruchsvoll sind, da von einem immer 100 Prozent gefordert werden. Man muss sehr viele Bedingungen einhalten, um überhaupt eine Chance auf einen Studienplatz zu erhalten. Deswegen sollte man sich zuvor sehr genau Gedanken über seine Berufswahl machen und genau schauen, ob der Beruf des Arztes gut zu einem passt.

Noah Kassner

Bildrechte: Pexels.com

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