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Pandabären und ihre Rolle in der Politik

Mai 3, 2017 Society, Welt No Comments

Bevor es mit dem Artikel los geht, ist hier ein kleiner Steckbrief über den Pandabären, damit ihr ihn etwas besser kennenlernt.

Steckbrief:

  • Name:             Panda (weitere Namen: Großer Panda, Riesenpanda, Pandabär)p1
  • Lebensraum:   Bambuswälder Chinas
  • Nahrung:         Bambus
  • Alter:               10-25 Jahre
  • Größe:            1,0-1,5 m
  • Gewicht:          60-140 kg
  • Wurfgröße:      1-3 Jungen

Der Panda ist dämmerungs- und nachtaktiv und kommt ursprünglich aus Zentralasien. Er ist ein Säugetier und Pflanzenfresser. Sein Fell ist schwarz-weiß. Der Bär ist vom Aussterben bedroht, und das zum größten Teil, weil die Menschen seinen Lebensraum zerstören.

Aber was steckt wirklich hinter der Geschichte der Pandabären und was wird mit ihnen gemacht?

Was du bestimmt schon über sie weißt, ist, dass sie bedrohte Tiere sind, in China leben, Bambus fressen, wegen ihrem Fell gejagt werden und sie sich nur sehr langsam vermehren,weil sie nach 2-3 Jahren nur ein einziges Baby bekommen.

p2Seit 1939 stehen die Bären unter Schutz, was dabei hilft, dass sich der Bestand sehr langsam erholt, da nur noch ca.1.900 Bären in den Bambuswäldern Chinas leben. In Chengdu zum Beispiel züchtet man zwar schon Pandas nach, allerdings ist das noch nicht ausreichend, um diese auswildern zu lassen.

Jedoch nutzt China – sowohl heute als auch in der Vergangenheit – die Situation aus, dass die Tiere so selten sind. Es wurden zum Beispiel Pandabären an Politiker im Ausland verschenkt. 1972 bekamen zum Beispiel der ehemalige US-amerikanische Präsident Richard Nixon und seine Frau während eines China-Besuchs zwei Bären geschenkt und 20 000 Menschen von Fernost kamen, um die zwei Exemplare zu bestaunen.

Aber China verschenkte noch mehr Pandas: so kam zum Beispiel 1980 der Pandabär “Boa Boa” (chin. ”Schätzchen“) in einen Berliner Zoo.

Heute verschenken die Chinesen die Pandabären nicht mehr, sondern verleihen sie nur noch. Wenn man also ein Pandabären-Paar zeigen will, muss der Zoo pro Jahr etwa 1 Million Dollar zahlen. Allerdings sind von Seiten der Chinesen an diese Ausleihe verschiedene Bedingungen geknüpft. Wenn also chinesische Wirtschaftsbosse Verträge in Milliardenhöhe im Ausland abschließen oder Rohstoffgeschäfte vereinbart werden, haben die Zoos in den jeweiligen Ländern eine höhere Chance auf Leihpandas. Für diese Art Politik zu betreiben, wurde sogar ein neues Wort erfunden: ,,Panda-Diplomatie“.

Die Leidtragenden dieser Methode sind natürlich die Pandas, denn oft haben die Zoos nicht die ideale Fläche für die Tiere, da aus Kostengründen zu wenig Platz zur Verfügung steht!

Der Panda bleibt wohl auch in Zukunft ein politisches Tier!

p3

Text: Eleonora

Bildrechte: wikimedia commons

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