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Der knuffige Panda erobert Herzen aus aller Welt

Januar 26, 2015 Aktuelles, Kultur, Welt No Comments

Grosser PandDer Große Panda, der nur in China wildlebend anzutreffen ist, hat die Herzen von Menschen jeden Alters und in der ganzen Welt erobert. Mit seinem schwarz-weißen Pelz und seiner zurückhaltenden und ruhigen Art zählt er zu den beliebtesten Tieren.

 

Kurzinfo: Die geschätzte Zahl von wildlebenden Großen Pandas bewegt sich zwischen 1500 und 3000.

Die Geheimnisse des Großen Pandas: Die einen lieben das flauschige Fell und die runden Köpfe der Pandas, die ihnen das knuddelige bärenhafte Aussehen verleihen, andere dagegen sind von den vielen Geheimnissen des Großen Pandas fasziniert. Wussten Sie, das ein großer Panda tatsächlich auch ein Waschbär sein könnte, und dass Pandas einen opponierbaren Pseudodaumen haben und technisch gesehen Fleischfresser sind, obwohl sie sich überwiegend vegetarisch ernähren? Diese und weitere Fakten bringen Wissenschaftler und Naturforscher seit hunderten von Jahren zum Staunen.

Opponierbarer Pseudodaumen: Ein Merkmal der Großen Pandas, das Wissenschaflter fasziniert, ist der bewegliche verlängerte Handwurzelknochen, der als opponierbarer Daumen fungiert. Diese menschenähnliche Eingenschaft lässt die Pandas nicht nur noch teddyähnlicher wirken, sonderen ermöglicht auch, dass sie Objekte greifen und im Sitzen fressen können.

Kurzinfo: Große Pandas haben Tatzen mit fünf Krallen und einem Pseudodaumen. Mit ihrem Pseudodaumen und Hautpolstern können Pandas die nahrhafteren kleinen Bambussprösslinge und Blätter abstreifen, während sie den Schaft mit ihrem Maul festhalten.

Ein Verwandter des großen Pandas-der rote Panda

Ein Verwandter des großen Pandas-der rote Panda

Kleiner Bär oder großer Waschbär?: Auch wenn sie für uns wie Bären aussehen, wird seit Jahrzehnten darüber diskutiert, wo die Großen Pandas wirklich ihren Platz im Tierreich haben. Ein Großteil dieser Debatte dreht sich darum, ob sie näher mit dem roten Panda verwandt sind, der eher den Waschbären als den Bären zugeordnet wird. Zwar haben Große Pandas einen Körperbau, der einem Kleinbären ähnelt, und klettern auch wie Bären auf Bäume, sie haben jedoch auch einige Merkmale mit dem roten Panda gemeinsam. Zum Beispiel ernähren sich sowohl große als auch rote Pandas von Bambus und haben den gleichen Pseudodaumen. In der nachfolgend Liste werden die Hauptmerkmale aufgeführt, die mit Bären und roten Pandas gemein sind:

  • Form
  • Größe
  • zottiges Fell
  • Gang
  • Ernährung
  • Tatzen
  • Augen, Nase und Zähne

 

Katzenartige Merkmale: Während der Körper des Großen Pandas einem Bären ähnelt und die dunklen Augenringe an den roten Panda oder einen Waschbären erinnen, haben seine Augen die gleichen vertikalen Schlitze, wie Augen einer Katze. Auf Grund ihrer etwas ungewöhnlichen Augen ist ein beliebter chinesischer Name für den Panda  “dà xióng mao (ausgesprochen dahsshyong-maow)”, was übersetzt große Bärenkatze heißt.

DNA-Ergebnissen: Dank einer DNA-Analyse wurde ein Rätsel gelöst. Sie hat gezeigt, dass der rote Panda nur ein entfernter Verwandter des Großen Pandas ist, sein engster Verwandter ist jedoch der Brillenbär aus Südamerika.

Ein großer Vielfraß-Panda beim Fressen

Ein großer Vielfraß-Panda beim Fressen

Überwiegend vegetarische Ernährung: Große Pandas lieben Bambus! Tatsächlich besteht ihre Ernährung zu 99% aus Bambus. Neben Bambuss fressen sie weitere Pflanzen, kleine Nagetiere und gelegentlich Fisch. Das Geheimnis ihrer Ernährung ist, dass sie das Verdauungssystem eines Fleischfressers haben. Sie können Bambus verdauen, da in ihrem Verdauungssystem kleine Mikroben angesiedelt sind. Da er nur etwa 20% der gefressenen Nahrung verdauen kann, frisst ein durchschnittlicher Großer Panda etwa 14 kg Bambus pro Tag. Menschen essen im Vergleich etwa 2 kg Nahrung pro Tag. Auf Grund dieser umfanreichen Nahrungszufuhr verbringt der Große Panda mehr als 12 Stunden pro Tag mit Fressen, um sich ausreichend zu ernähren.

Kurzinfo: Je nach Jahreszeit bevorzugt der Große Panda unterschiedliche Arten und Teile des Bambus.

Winziger Nachwuchs: Ein neugeborener Großer Panda ist in etwa so groß wie ein Croissant, wiegt weniger als eine Tasse Kaffee und ist neunhundert mal kleiner als seine Mutter. Eine durchschnittliche erwachsene Mutter wiegt rund 91kg, ein Neugeborenes nur 83-190g.

Weitere interessante Fakten zum Großen Panda: Forscher haben vor Kurzem entdeckt, dass das Gen zum Schmecken von salzigen und umami (den Geschmack verstärkenden) Aromen, wie sie zum Beispiel in Fleisch sind, bei Großen Pandas inaktiv ist. Über viele Jahrhunderte hinweg wurden Große Pandas als mythische Kraturen betrachtet, ähnlich wie Drachen und Tanuki (magische Füchse). Im Gegensatz zu anderen Bären der Region halten Große Pandas keinen Winterschlaf. Große Pandas können auf ihren Hinterbeinen stehen, laufen aber nur selten. Der Qinling-Panda, eine weitere Spezies der Großen Pandas mit dunkel- und hellbraunem Fell, lebt nur in den Bergen von Shaanxi. Große Pandas haben einen sehr guten Hör- und Geruchssinn, sehen jedoch schlecht. Ein neugeborener Großer Panda ist blind und sieht wie eine kleine, rosafarbene, unbehaarte Maus aus.

Shaanxi-Lebensraum der Qinling Pandas

Shaanxi-Lebensraum der Qinling Pandas

 

Nun seid ihr gefragt: Was sind eure Lieblingstiere? Mögt ihr auch so gerne Pandas und wenn ja warum? Schreibt eure Meinung unten in die Kommentarbox :-).

 

 

Text: Christian Seitter

Layout: Alicia und Mercedes

Bildrechte: Wikimedia Commons

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