Home » Diesel » Currently Reading:

Der “Sängerkrieg” am RDG

Juni 16, 2013 Diesel No Comments

Ein König (Julius Weidenhiller) möchte seine Tochter (Denise Schindler) verheiraten, egal, ob sie den Mann liebt oder nicht: So passiert es  in dem Theaterstück „Der Sängerkrieg“ von Norbert Brandl und Mike Sonntag. Der König von Helovetien möchte seine Tochter unbedingt verheiraten, da er es seiner Tochter nicht zutraut, den Thron zu besteigen und über das Land zu herrschen. Eigentlich traut es dieses Amt keiner Frau zu. Doch seine Tochter hat bisher alle Bewerber zurück gewiesen, da sie keinen von ihnen liebt.

Aber dem König wird es langsam zu bunt: Er beschließt deshalb, ein Turnier zu veranstalten. Der Sieger darf sich bald nicht nur als Ehemann seiner Tochter, sondern auch als König von Helovetien sehen. Damit beim Turnier aber auch nichts schief gehen kann, hat der König schon einen Schwiegersohn gefunden: Siegfried (Tim Schindler). Da Siegfried der Tochter auch nicht gefallen wird, lässt er von dem Zauberer (Silke Auctor) viele Liebestrank-Ideen entwickeln. Zum Ausprobieren der Wirkung muss wieder einmal der schlechte Komiker und Hofnarr (Lara Lorenz) herhalten.

Doch die Prinzessin durchschaut diesen Plan und lässt mit Hilfe des Boten (Gösta Sandler) die Ausschreibung von einem Ritterturnier in einen Sängerwettstreit ändern. Der König bemerkt davon gar nichts, auch, als ein merkwürdiger Bewerber auftaucht, der gar nicht in das Bild eines Ritters hinein passt. Erst sehr spät bemerkt der König, dass man ihn übertölpelt hat – und so statt einem Ritterturnier ein Sängerwettstreit statt findet. Aber der Zauberer rettet die Situation so, dass am Ende ein überraschender Sieger feststeht. Wird er auch von der Prinzessin als Ehemann akzeptiert?

Das Theaterstück wurde von den Schauspielern sehr überzeugend dargestellt, da es ihnen gelang , sich gut in die Charaktere der jeweiligen Personen hineinzuversetzen. Auch die Arbeit der Maske war in diesem Zusammenhang überragend: Der Zuschauer vergaß schnell, dass es eigentlich Jugendliche waren, die da auf der Bühne standen. Die Feinheiten in den Gesichtern der Schauspieler wurden sehr gut veranschaulicht. Genau so war es auch beim Bühnenbild und bei den Kostümen. Sie passten zu den jeweiligen Szenen und Charaktern. Es gab auch viele überraschende Handlungen, welche man nicht vorhersehen konnte. So stellt man sich Komödien vor!

Der zum Stück befragte Regisseur, Herr Poeppel, betonte, dass hinter der Planung und Vorbereitung der Aufführung solcher Stücke sehr viel Arbeit stecke – so beispielsweise alleine die Leistung, das Theaterstück an die Anzahl der Schauspieler anzupassen. Das Publikum belohnte diese professionellen Leistungen mit viel Applaus.Im Ganzen sieht sich Herr Poeppel mit seiner Gruppe im Bereich der Profi-Schauspieler, das auch für die Gäste sofort klar wird, wenn der Vorhang aufgeht!

Marc Ferk

Bildrechte: Marc Ferk

Comment on this Article: