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Wie wird man eigentlich Grafiker/in?

Januar 8, 2013 Aktuelles, Foto & Kunst No Comments

Die Grafik-Designerin Doreen F. hat für Dieselpartikel ein schönes neues Header-Banner entworfen (siehe oben!).

Die DP-Redaktion war nun sehr neugierig, wie denn der Beruf der/des Grafiker/in so schmeckt und welche Perspektiven er bietet. Folglich haben wir der Grafikerin einfach ein paar Fragen gestellt, die sie für uns netterweise ausführlich beantwortet hat:

DP: Wie viel Zeit hat Sie die Erstellung der Header-Grafik für Dieselpartikel ungefähr gekostet?

Doreen F.: Ganz genau kann ich die Arbeitszeit gar nicht angeben, da ja noch zahlreiche Korrekturen nötig waren. Ich würde 3-4 Stunden schätzen, von der Idee, über Umsetzung, Korrekturen und Datenerweiterung für Druck.

DP: Hat es Spaß gemacht?

Doreen F.: Ich habe das Glück fast nur Aufträge zu erledigen, die mir auch Spaß machen – und wenn der Auftraggeber am Ende mit dem Ergebnis zufrieden ist, so bin ich es auch.

DP: Was waren Ihre bisher spannendsten Projekte bzw. Aufträge?

Doreen F.: Ich musste für einen Kunden einige Fotomontagen entwerfen. Ich bekam von ihm das Grundgerüst eines Weihnachtsbaumes und musste dieses in unterschiedlichsten Stilen dekorieren. Dabei hatte ich ziemlich freie Hand und es waren keine Korrekturen nötig. Solche Aufträge machen natürlich Spaß.

DP: Wie wird man Grafiker/in?

Doreen F.: Grafiker/in wird man entweder durch eine normale dreijährige Ausbildung zum Mediengestalter oder (wie ich) durch ein Studium zum Diplom-Grafikdesigner bzw. Kommunikationsdesigner.

DP: Kann man von diesem Beruf gut leben?

Doreen F.: Das ist eine gute Frage! Es gibt Grafikdesigner, die richtig gutes Geld verdienen. Diese haben aber einen langen Weg hinter sich, denn man muss sich erst beweisen, Referenzen sammeln und Kunden gewinnen. Die Arbeit eines Designers verliert leider immer mehr an Wert. Zahlt man als Auftraggeber z.B. für ein Logo bei einer Werbeagentur 1000 Euro, bekommt man es anderswo schon für 100 Euro. Der Wettbewerb ist groß und auch “Hobbybastler” versuchen in diesem Bereich “das schnelle Geld” zu machen und drücken somit die Preise. Es ist im Grunde wie im normalen Handel: Die Einen suchen immer den günstigsten Preis, die Anderen gucken dabei auch auf die Qualität des Produktes. Momentan überwiegt leider Ersteres.
Um als Grafikdesigner gut leben zu können empfielt es sich daher in mehreren Bereichen tätig zu sein. So spezialisieren sich manche Designer zudem auf den Web-Bereich (Webdesign, Programmierung, ect.), andere auf die Druckvorstufe oder den Bereich Fotografie (Bildretusche, Collage, ect.).

DP: Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in diesem Beruf?

Doreen F.: In einer Werbeagentur kann man sich, neben einigen Spezialisierungen, vom Junior-Art Director (AD) zum AD bis zum Senior-AD hocharbeiten. Außerdem hat man noch die Möglichkeit Gruppenleiter zu werden oder gar Agenturchef.
Man kann sich aber auch direkt selbständig machen und irgendwann selbst eine eigene Agentur eröffnen, sollte man einen entsprechend großen Kundenstamm aufgebaut haben.

DP: Herzlichen Dank für das Interview, Doreen!

 

 

 

 

Bilderrechte: Doreen F.

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